Ungarischer Wein

Unser kleines, aber feines Angebot an ungarischen Weinen beinhaltet rote, rosé und weiße Sorten, aber auch den Frizzante Typ. Was den typischen Tokaji (so heißt der Wein, das Weingebiet nennt man Tokaj) oder einen süßen Desertwein angeht, so sind wir noch auf der Suche nach dem "Besonderen"! Wir haben uns vorgenommen, lieber den kleineren, ambitionierten und fantasievollen Winzer, der an sich selbst einen hohen Qualitätsanspruch stellt, zu finden, als irgendeinen Mainstream-Hersteller in unser Sortiment aufzunehmen. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, kann ich euch sagen! Sehr schwer, dabei "nüchtern" zu urteilen :o)!

Ganz bewusst haben wir auch einige autochthone (einheimisch, hier entstanden) Rebsorten, z. B. Csóka und Kéknyelü, ausgewählt. Diese Weine gibt es nur in Ungarn!

Auf diesem Gebiet unterstützt mich mein deutscher Lebenspartner, der während seiner Tätigkeit in Ungarn die dortigen Weine kennen und schätzen gelernt hat. So erst hat sich die Idee entwickelt, ungarischen Wein mit aufzunehmen.

Um während der Weinverkostung wieder ein bisschen zu “neutralisieren“, servieren wir unseren Gästen mit Liebe und von meiner Tochter selbst zubereitetes ungarisches Gebäck, Pogácsa (gesprochen: Pogadscha).

Es gibt Weinkulturen, die uralt und faszinierend sind, aber trotzdem nur wenig wahrgenommen werden. Ungarische Weine gehören (noch) zu dieser Kategorie. Seit zwei Jahrtausenden wird in Ungarn Weine kultiviert. Jahrhundertelang waren die besten von ihnen Inbegriff und Vorbild für hochwertige Weine in ganz Europa. Das Spektrum war breit, reichte von trockenen, charaktervollen Weißweinen aus Somlo (Schomlo) über trockene und halbtrockene, finessenreiche Rote aus dem südungarischen Villany, bis hin zu kostbaren edelsüßen Tokajern.

Erstklassige Weine zu bezahlbaren Preisen. Längst sind Begriffe wie „Stierblut“ (Bikaver) und „Tokajer“ auch in Deutschland bekannt und die Fachpresse zeigt sich begeistert von ungarischen Weinen.

Ungarische Weine haben es in den letzten Jahren geschafft, insbesondere bei Blindverkostungen, zu zeigen, dass sie mit den besten Weinlagen der Welt mithalten können und weder hinter Bordeaux, noch Burgund oder Piemont zurückstehen müssen. Man sollte in der näheren Zukunft stärker mit den ungarischen Weinen rechnen. Der ungarische Weinbau hat sich seit den neunziger Jahren klar in Richtung Qualität entwickelt und steht nicht mehr mit den billigen Massenweinen im Wettbewerb. Dennoch bieten ungarische Weine ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und zwar in jeder Sparte.

Seit 1990 hat der ungarische Weinbau erneut Vielfalt und hohe Qualität entwickelt. Es gibt mittlerweile wieder eine zunehmende Anzahl von Privatkellereien jeder Art und Größe, viele sind auch überregional und international bekannt. Neben klassischen ungarischen Rebsorten werden auch für Ungarn bisher atypische zur Weinherstellung verwendet. Vielfach wird noch traditionell gearbeitet.

Wir werden zuerst einmal Weine aus folgenden Regionen anbieten:

Balaton-Badacsony

Die Region liegt mitten in Westungarn, am Nordwestufer des Balaton (Plattensee) und im Tapolcaund dem Kali-Becken. Hier werden vornehmlich Weißweine ausgebaut. Es ist vielleicht das schönste Weingebiet des Landes, denn von den sanften Hügeln bieten sich grandiose Ausblicke auf den See. Die wichtigsten Weinorte sind Badacsony selbst, Szigliget, Gulács, die Hügel Tóti- und Szent-György hegy und die Dörfer Csobánc und Hajagos. Die Größe des für den Weinanbau geeigneten Gebietes beträgt 4.236 Hektar, davon sind 3.722 Hektar erstklassige Lagen


Szekszárd

Eine hübsche Hügellandschaft in Südungarn, westlich der Donau – für die Einwohner des Weingebietes ist es eine Bergregion. Das Klima ist gemäßigt kontinental. Die Winter sind mild, die Sommer warm und sonnig, mit wenig Niederschlag. Die dicke Lössdecke der Szekszárder Hügel ist ein hervorragender Grund, auf den sich die jüngeren Böden gelegt haben. Das gesamte Anbaugebiet ist 6.001 Hektar groß, davon gehören 3.789 zur Klasse 1. Mit Reben bepflanzt sind allerdings erst 2.255 Hektar. Szekszárd (gesprochen Sekssard) bietet mit Villány die besten Rotweine Ungarns.


Villány-Siklós

Die berühmteste Rotweinregion des Landes liegt in Südungarn nahe der kroatischen Grenze, an den Süd- und Ost-Hängen des Mecsek- und des Villányer Gebirges. Das Klima ist submediterran, der Frühling kommt so früh wie nirgends im Land. Der Unterboden ist zum Teil ein Dolomitfels aus der Trias-Zeit, zum Teil Kalk aus den Jura- und Kreta-Epochen. Das gesamte Anbaugebiet beträgt 4.522 Hektar, davon gehören 2.911 zur Klasse I, die mit Reben bepflanzte Fläche ist mit ca. 2.000 Hektar ausgesprochen klein.


Pécs

Diese kleine Weinregion, ebenfalls an den Hängen des Mecsekgebirges gelegen, brachte ehemals vor allen Dingen schwere, süße Weißweine mit hohem Alkoholgehalt hervor. Mittlerweile allerdings hat man viel dazugelernt und baut auch „ausgezeichneten“ Rotwein aus. Unser Cabernet Franc von Ebner zählt ohne Frage mit zu den besten Roten Ungarns.